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Hetzner GPU: Kostenloser Test ist nicht so einfach

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Hetzner bietet GPUs für Open-Source-Modelle über dedizierte Server, nicht über typische Cloud-Instanzen: GEX44 mit 20 GB VRAM und GEX131 mit 96 GB VRAM. In einer Diskussion wurde eine Einzahlung von 25€ erwähnt, aber die offiziellen Unterlagen bestätigen diese Bedingung für GPUs nicht.

Was Hetzner tatsächlich für Modelle bietet

Im August 2026 besteht der Haken darin, dass Hetzner GPUs als dedizierte Server beschreibt, nicht als die üblichen Cloud-GPU-Instanzen mit schnellem Start und Stopp. Das zeigt die offizielle GPU-Matrix von Hetzner und die Pressemitteilung zum GEX44: Das Hauptprodukt ist keine Cloud-VM, sondern ein dedizierter Server.

Der GEX44 kommt mit einer NVIDIA RTX 4000 SFF Ada, 20 GB VRAM, 64 GB RAM und einem Intel i5-13500. In den Materialien von Hetzner wird er direkt als Maschine für Open-Source-Modelle positioniert, einschließlich Mixtral-Szenarien per API. In Community-Anleitungen tauchen Gemma 3 12B, Phi 4 14B und Mistral Small 24B als sinnvolle Lastklasse für den GEX44 auf.

Die obere Klasse sieht ganz anders aus: der GEX131 mit NVIDIA RTX PRO 6000 Blackwell Max-Q, 96 GB VRAM, 256 GB RAM und einem Intel Xeon Gold 5412U. In denselben Materialien wird er für schwerere Modelle wie Llama 3.3 70B positioniert. Bei den Standorten verzeichnet die offizielle Matrix den GEX44 in Falkenstein und den GEX131 in Nürnberg und Falkenstein.

Bei den Kosten ist ein wichtiges Detail: In der Hetzner-Pressemitteilung zum GEX44 werden 184,00 € pro Monat plus eine einmalige Einrichtungsgebühr von 79,00 € inklusive IPv4 angegeben. In der Hacker-News-Diskussion tauchen auch 1,5980 € pro Stunde für den GEX44 auf, aber das ist eine Community-Angabe, nicht die offizielle Preisliste.

Wo die Idee des kostenlosen Experiments scheitert

Der kostenlose Test kann sich bei der Registrierung als nicht kostenlos erweisen. In der ursprünglichen Diskussion schreibt ein Teilnehmer, dass er nach der Anmeldung aufgefordert wurde, 25 € auf sein Guthaben einzuzahlen, um Zugang zum kostenlosen Experiment zu erhalten.

Ich würde das als wichtiges Signal werten, aber nicht als bestätigte Regel für GPUs. In den bereitgestellten offiziellen Hetzner-Unterlagen gibt es kein Dokument, das GPU-Server direkt mit einem kostenlosen Test und einer Mindesteinzahlung von 25 € verknüpft. Die Überraschung ist also möglich, aber der genaue Mechanismus ist aus diesen Quellen nicht bewiesen.

Aus technischer Sicht ändert das die Erwartungen: Man sollte nicht wie bei einem Lambda-Einmal-Start für einen Abend planen, sondern als Anmietung einer bestimmten Hardware mit Zugangsbedingungen, Einrichtungsgebühr und möglicher Kontoüberprüfung. Für Experimente mit Ollama und Libre WebUI kann das dennoch interessant sein, besonders wenn man eine private Sandbox für Open-Source-LLMs benötigt. Aber das Wort „kostenlos“ ist hier gefährlich: Es verschleiert zu leicht die Einzahlung, die feste Miete und die Zeit für die manuelle Einrichtung.

Mein Fazit zu dieser Geschichte

Die Grundidee ist vernünftig: Der GEX44 deckt eine kleine Klasse lokaler LLMs ab, und der GEX131 bietet Spielraum für das 70B-Segment. Das sind keine Spielzeug-Spezifikationen, zumal 20 GB und 96 GB VRAM die Grenzen dessen vorgeben, was ohne Umlade-Zirkus hineinpasst.

Doch die Marketing-Formulierung von kostenlosen Experimenten ohne präzise Bedingungen schadet Entwicklern schnell. Der ärgerlichste Fehler liegt hier nicht in CUDA oder im Modell, sondern in den Erwartungen: Man denkt an einen schnellen Test eines Open-Source-Modells und findet sich im Prozess des Zugangskaufs zu einem dedizierten Server wieder.

Wir haben bereits den kostenlosen Zugang zu Pony Alpha über OpenRouter behandelt, der sicheres Testen von Modellen ohne Vorabzahlung ermöglicht. Hetzner startet ebenfalls kostenlose Experimente mit offenen Modellen, jedoch mit einer Einzahlung von 25€ – ein ähnlicher Ansatz mit einer zusätzlichen Hürde.